Gute Führung muss irritieren
Im Interview mit Top99 Regensburg: Markus Nonnast

Führung lernt man durch Irritation.

 

Das Thema „Führen“ ist sehr stark mit der Persönlichkeit verknüpft. Neben dem Erlernen von Führungswerkzeugen geht es vor allem um Werte, Haltung und Prinzipien. Wenn Menschen aus alten Gewohnheiten herauskommen wollen, muss man sie in Unruhe versetzen – im positiven Sinne.
 
 
Herr Nonnast, Sie sind Gründer und Geschäftsführer von Nonnast & Kollegen. Ist der Bedarf an Führungskräfteentwicklung groß?

Markus Nonnast: Ja. Führung ist meiner Erfahrung nach der Hebel zum Unternehmenserfolg. Wir schauen nicht betriebswirtschaftlich oder technologisch auf ein Unternehmen, nicht auf das Produktportfolio oder den Markt, sondern auf Menschen und Teams. Wir stellen in unseren Trainingsreihen stets die Frage, was eine Führungskraft tun muss, damit die Menschen, die sie führt, möglichst in ihr volles Potenzial kommen – im Einklang mit den Unternehmenszielen.

Wie schaffen Sie und Ihre Trainerkollegen es, das Potenzial von Menschen zu wecken und sie persönlich als Führungskraft weiterzubringen?

Markus Nonnast: Das Thema „Führen“ ist sehr stark mit der Persönlichkeit verknüpft. Neben dem Erlernen von Führungswerkzeugen geht es vor allem um Werte, Haltung und Prinzipien. Wenn Menschen aus alten Gewohnheiten herauskommen wollen, muss man sie in Unruhe versetzen – im positiven Sinne.

Veränderung braucht zunächst Irritation, dann Bewegung in Richtung von etwas Neuem. Im Training können sich die Teilnehmer in Ruhe neu ausprobieren und erfahren, was ihr verändertes Verhalten, ihre veränderte Denkweise bei ihnen selbst und bei ihrem Gegenüber bewirken.

Wie muss man sich das konkret vorstellen?

Markus Nonnast: Ich vergleiche dieses Prinzip gerne mit dem Verschieben einer App auf dem Smartphone: Was müssen Sie tun, wenn Sie eine App verschieben wollen?

Ich bleibe länger mit dem Finger drauf.

Markus Nonnast: Richtig. Dann fängt sie an zu wackeln und erst dann lässt sie sich bewegen. Wenn Sie sie an ihren neuen Platz setzen, beruhigt sie sich und nimmt wieder einen festen Platz ein. Das machen wir auch: In unseren Seminaren geben wir den Teilnehmern zunächst die Chance, Irritationen zu erleben, und machen Angebote für neues Verhalten. Das probieren sie dann aus, allerdings in einem vertrauensvollen Rahmen. Dann festigen wir Schritt für Schritt die Veränderung und geben den Teilnehmern die notwendige Sicherheit für die Zukunft.

Wann bemerken die Teilnehmer einen Erfolg des Trainings?

Markus Nonnast: Das ist wie sonst auch im Leben. Auch ein gutes Buch inspiriert mich. Aber es verändert noch kein Verhalten. Und selten meine
Einstellung. Auch gute Führung lernen Sie nicht mit einem Fingerschnippen. Unsere Führungskräftetrainings sind daher modular aufgebaut.

Wir begleiten die Teilnehmer über einen Zeitraum von circa sechs Monaten bis zu einem Jahr. Auf dieser „Lernreise“ zwischen den Modulen arbeitet jeder Teilnehmer an der Umsetzung des Gelernten. Dabei hilft ihm ein Lernpate, der ihn als Sparringspartner unterstützt. Schritt für Schritt wird er als Führungskraft besser und seine Mitarbeiter merken das. Die Ergebnisse sind dann deutlich spürbar.

Woran erkenne ich, dass Nonnast & Kollegen das richtige Trainingsinstitut für mein Unternehmen ist?

Markus Nonnast: Die meisten unserer Kunden beauftragen uns mit modularen Führungskräfte-Entwicklungsprogrammen. Aber auch Trainings und Workshops zu angrenzenden Themen werden nachgefragt. Das Entscheidende ist jedoch, dass Sie als Unternehmer oder Geschäftsführer bei sich selbst anfangen. Tiefgang und einen Wandel für Kopf und Herz erwirken Sie nur, wenn die oberen Führungskräfte gute Führung verinnerlichen und Vorbild sind. Das hat mit Ernst zu tun und wirklicher Aufmerksamkeit für die Kraft guter Führung.

 

Quelle: Top99 Regensburg, 2017

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